Mini Games + Messestand = Dein Lead-Booster
- Lucas Räuber - GRAND Media House
- vor 55 Minuten
- 4 Min. Lesezeit
Die wichtigsten Learnings aus meinem 10 Tage Vollzeitkurs „KI in der Computeranimation“ im Bereich Spieleentwicklung als Dozent.
Einleitung
Was passiert, wenn Kundinnen und Kunden nicht nur Werbung sehen sondern Ihr Angebot erleben. Genau das war ein Kernpunkt in meinem 10 Tage Vollzeitkurs „KI in der Computeranimation“ im Bereich Spieleentwicklung den ich als Dozent gehalten habe. Wir sind von der ersten Idee bis zum ersten Prototyp gegangen. Charaktere entwickeln, Szenen animieren, KI Tools nutzen, erste spielbare Abläufe testen und am Ende eine praxisrelevante Spielidee pitchen die für ein Unternehmen wirklich Sinn ergibt.
Dieser Blogartikel ist ein Takeaway aus dem Kurs. Keine Theorie Show, sondern die Learnings die bleiben wenn man es wirklich baut. Und ja, das Ganze ist auch für Unternehmen aus Sachsen spannend weil viele gerade nach Wegen suchen sichtbar zu werden ohne noch eine weitere austauschbare Anzeige zu schalten.

1. Spiele im Marketing sind kein Kinderkram
Gamification ist kein Buzzword für Agentur Folien. Es ist ein Werkzeug, um Aufmerksamkeit zu halten und Inhalte erlebbar zu machen. Wenn Menschen klicken, ausprobieren und vergleichen bleibt mehr hängen als bei reinem Scroll Content.
Der Punkt ist simpel. Wenn Sie es schaffen, dass jemand aktiv wird statt nur zu konsumieren dann gewinnen Sie Zeit im Kopf Ihrer Zielgruppe. Zeit ist die Währung die Ihnen später Leads bringt.
Praxisbeispiel: Ein Messe Spiel mit Highscore ist keine Spielerei. Es ist ein Gesprächsöffner. Menschen bleiben stehen, lachen kurz, wollen den Score knacken und plötzlich sind Sie im Dialog statt im Flyer Modus.
2. Mini Games in Stunden statt Monaten
Ein großes Learning aus dem Kurs war: Sie brauchen kein riesiges Entwicklerteam um erste Prototypen zu bauen. Mit heutigen KI Tools und smarten Workflows kommen Sie schnell zu etwas das man testen kann.
Wichtig ist dabei nicht die perfekte Grafik. Wichtig ist der Mechanismus und der Nutzen. Ein kleines Jump and Run im Retro Look kann reichen wenn es ein Ziel erfüllt. Aufmerksamkeit, Lead Magnet, Employer Branding, Produkt Erklärung.
Warum das relevant ist: Ein schneller Prototyp hilft Ihnen intern Entscheidungen zu treffen und extern Interesse zu wecken. Und Sie sehen sofort ob es nur eine nette Idee ist oder ob Menschen wirklich dranbleiben.
3. Digitale Charaktere als Markenbotschafter
NPCs, virtuelle Menschen und Bots sind nicht nur Figuren in Spielen. Richtig eingesetzt sind sie aktive Akteure. Sie führen, erklären und geben dem Erlebnis Persönlichkeit.
Das ist für Marketing spannend weil Charaktere Nähe erzeugen. Nähe wiederum erzeugt Vertrauen.
Praxisbeispiel: Ein digitaler Guide auf einer Landingpage der Besucher durch Angebote führt, Fragen beantwortet und am Ende zur Kontaktaufnahme leitet. Nicht als nerviger Pop up, sondern als Figur die sinnvoll eingebaut ist und echte Orientierung gibt.
4. Allein KI Kenntnisse bringen Sie nicht weiter
Einer der wichtigsten Sätze aus dem Kurs war sinngemäß: Allein KI Kenntnisse bringen Sie nicht weiter. Sie müssen trotzdem die Branche verstehen damit etwas Relevantes entsteht.
KI beschleunigt. KI liefert Vorschläge. KI kann Details ausarbeiten. KI entscheidet nicht ob eine Idee für Ihr Unternehmen sinnvoll ist. Das müssen Sie tun.
Wenn Sie nicht wissen was Ihre Zielgruppe wirklich interessiert dann bleibt es am Ende nur eine coole Idee.

5. Wenn Nutzer mitgestalten wird aus Reichweite Bindung
User Generated Content ist im Kern eine System Entscheidung. Sie bauen nicht nur ein fertiges Erlebnis, Sie schaffen einen Rahmen in dem Menschen mitmachen können.
Das kann im kleinen anfangen. Zum Beispiel mit Abstimmungen, Varianten, kleinen Creator Elementen oder Minichallenges. Der Effekt ist stark weil Menschen sich eher mit etwas identifizieren das sie mitgestaltet haben.
Für Unternehmen ist das interessant weil daraus organische Verbreitung entstehen kann. Inhalte werden geteilt, diskutiert und weitergetragen ohne dass Sie alles selbst anschieben müssen.
6. Ethik: Motivation ist gut Manipulation ist teuer
Gamification kann motivieren. Gamification kann aber auch Druck erzeugen. Der Übergang ist fließend.
Wenn Systeme mit künstlicher Knappheit arbeiten, mit Angst etwas zu verpassen oder mit unfairen Ranglisten dann kippt es. Kurzfristig bekommen Sie vielleicht mehr Aktivität. Langfristig verlieren Sie Vertrauen.
Mein Maßstab ist einfach: Transparenz. Klare Regeln. Freiwilligkeit. Keine versteckten Mechaniken. Wenn Menschen merken dass sie ernst genommen werden bleiben sie. Wenn sie merken dass sie nur getrieben werden sind sie weg.
Takeaway
Wenn Sie als Unternehmen über interaktive Inhalte nachdenken dann nehmen Sie das hier mit:
Gamification ist ein Werkzeug um Aufmerksamkeit zu halten und Lernen zu beschleunigen
Ein Prototyp muss nicht perfekt sein er muss testbar sein
Charaktere und Guides können Vertrauen aufbauen wenn sie sinnvoll eingesetzt sind
KI ist ein Verstärker aber ohne Branchenverständnis bleibt es Spielerei
Mitmach Systeme schaffen Bindung aber nur mit klaren Regeln und fairer Logik
Schluss und kleiner Realitätstest
Wenn Sie gerade überlegen ob das für Ihr Unternehmen Sinn macht dann stellen Sie sich eine Frage: Würde Ihre Zielgruppe lieber lesen was Sie tun oder es in 60 Sekunden erleben
Wenn Sie eher bei erleben landen dann lohnt sich ein Pilot. Klein starten, sauber bauen, testen, dann skalieren.
Wenn Sie dazu Sparring wollen oder einen Workshop für Ihr Team dann melden Sie sich. Ich arbeite mit Unternehmen aus Sachsen genau an solchen praxisnahen Lösungen von Content über KI bis hin zu interaktiven Formaten.



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